Archiv für die Kategorie „General“

23. Oktober in Jena: Prozess gegen angebliche Hausbesetzer

Montag, 8. Oktober 2018

Am 17. Oktober 2016 wurde das Haus in der Carl-Zeiss-Straße 10 besetzt, um auf die Wohnungsnot in Jena hinzuweisen, gegen die ungerechte Eigentumsordnung in unserer Gesellschaft zu protestieren und um ein soziales Zentrum für verschiedene Bewegungen in unserer Stadt zu erkämpfen. Einen Tag später wurden die Menschen vor dem Haus von der Polizei weggedrängt und das Haus geräumt und abgeriegelt, damit es noch weitere Jahre ungenutzt und leer stehen kann. Und nun, zwei Jahre später, werden zwei Leute vor Gericht gezerrt und sollen für die Aktion abgestraft werden. Ihnen werden Hausfriedensbruch und Nötigung vorgeworfen. Nicht nur das, die Ermittlungen sind zusätzlich Sache des polizeilichen Staatsschutzes, d.h. der Abteilung, die gegen sogenannte „Politisch Motivierte Kriminalität (PMK)“ ermittelt.

Wir halten das für einen Skandal! Die ganze Häuserzeile in der Carl-Zeiss-Straße steht seit Jahren leer, während wir tagtäglich mit viel zu hohen Mieten, mit Kündigungen und Rausschmiss, und willkürlichen oder gleichgültigen Eigentümer*innen zu kämpfen haben, während wir keine angemessenen Wohnungen finden und während ein Zentrum für soziale Bewegungen seit langer Zeit als Forderung erhoben wird. Der Grund: Die Spekulations- oder Profitinteressen der Eigentümer*innen, in diesem Falle der Ernst-Abbe-Stiftung, die Häuser manchmal lieber leer stehen lassen, als sie den Menschen zur Verfügung zu stellen.

Wir lassen uns das nicht bieten und bereiten folgende Aktionen vor, zu denen wir alle herzlich einladen:
23. Oktober | 9:00 | Solidaritätskundgebung vorm Amtsgericht Jena
23. Oktober | 10:00 | Solidarische Begleitung des Prozesses im Amtsgericht Jena

Mehr Infos und Kontakt über den Hausbesetzungs-Blog: wolja.noblogs.org

Offenes Antirepressionstreffen Jena

Selbstverständlich sind wir noch hier. Ein kurzes Statement.

Samstag, 30. Dezember 2017

Wir sind noch hier. Selbstverständlich. Die Hausbesetzung der Neugasse 17 ist nun mehr als vier Jahre her, das Haus inzwischen abgerissen. Und wäre es nur die drei Jahre in denen es seit dem leer gestanden lassen wurde von uns selbst verwaltet gewesen – wir und viele andere in dieser Stadt hätten es sinnvoll nutzen und darin die Keimzelle einer neuen Gesellschaft aufbauen und solidarische, gegenseitige, respektvolle Lebensweisen entwickeln können.

Stattdessen sehen wir uns heute immer noch mit einer Stadtpolitik konfrontiert, welche im kapitalistischen Wettbewerb und der Verwertungslogik der Kommunen um die größeren Krümel des von allen erzeugten Reichtums buhlt, in welchem die Infrastruktur ausblutet, das kulturelle Leben und die Entwicklung alternativer Lebensweisen überall verunmöglicht wird.
Wir haben gesehen, wir gut durchdachte und auf Vermittlung und Verhandlung ausgerichtete Konzepte wie der Aufbau einer „Kulturwache“ abgeschmettert, wie der Initiative für die soziokulturelle Nutzung des Alten Schlachthofes ohne Ende Steine in den Weg gelegt und viele Versuche, unsere unmittelbare Lebenswelt lebenswert zu gestalten von der städtischen Politik niedergemacht wurden. Dabei wird jedoch auch offensichtlich, wie schwer es Menschen fällt, sich selbst für ihre eigenen Interessen einzusetzen und politisch zu organisieren. (mehr …)

Splitter aus Kämpfen um selbstverwaltete Räume

Sonntag, 15. Oktober 2017

Der RhizomiA-Wagenplatz in Leipzig ist akut von der Räumung bedroht. Nachdem die Deutsche Bahn den Wagenplatz eine gute Weile tolerierte, will sie das alte Gelände nun wieder kapitalistisch verwerten. Einer möglichen Räumung kann mensch durch kollektiven Widerstand begegnen und sich solidarisieren:
https://rhizomia.noblogs.org/

Schon am 10.10. gab es in Berlin den Versuch einer Besetzung der Prenzlauer Allee 45. (https://prenzlauer45.noblogs.org/)
Unter anderem schreiben sie:
„Wir, eine Gruppe junger Menschen, haben vor einiger Zeit, die leerstehende Gewerbefläche im Erdgeschoss der Prenzlauer Allee 45a besetzt!

Wir reihen uns damit in die Besetzungen dieses Jahres ein, um gegen die neoliberale Wohnungspolitik und den Ausverkauf unserer Stadt zu protestieren. Wir wollen nicht länger auf die falschen Versprechen von Politiker*innen warten, sondern selber tätig werden.

Viele Räumlichkeiten in diesem Gebäude stehen seit Langem leer, teilweise seit 20 Jahren. Angesichts des Wohnungsnotstands in Berlin ein handfester Skandal. Doch vom Eigentümer, der Vandenberg Immoconsult GmbH, ist dies so gewollt. Denn ein leeres Wohnhaus ist mehr wert als eines mit Bewohner*innen. Es handelt sich also um spekulativen Leerstand. Diesen gilt es zu beenden.“

Auch in Rostock gab es eine Hausbesetzung der Ulmenstr. 45, wo mit der „Betty“ ein Ort des sozialen Miteinanders geschaffen werden soll: https://de.indymedia.org/node/14330 Sie fordern einen Erhalt und in ihrer Erklärung heißt es:
„Gerade in Zeiten, in denen Mieten scheinbar unaufhaltsam steigen und die soziale Ungerechtigkeit immer größere und existenzbedrohende Ausmaße annimmt , ist es – neben dem Kampf gegen besagte Ungerechtigkeiten – umso wichtiger, Orte zu schaffen, an denen die kapitalistische Verwertungslogik, sowie Ausgrenzung und Leistungszwang hinterfragt und analysiert werden und in denen Solidarität gelebt wird.“

Zwei Hausbesetzungen in München als Antwort auf zwei Hausdurchsuchungen

Mittwoch, 4. Oktober 2017

von: de.Indymedia.org

Vergangenen Donnerstag, den 28.09.2017 kam es erneut zu zwei Hausdurchsuchungen im Raum München. Offenbar stehen diese in Zusammenhang mit dem Für LⒶu Haus, zumindest wird den Betroffenen Hausfriedensbruch in 5 Fällen vorgeworfen, die hauptsächlich auf Aktionen mit Bezug zu dem Für LⒶu Haus zurückzuführen sind. Die Bullen gingen dabei äußerst martialisch vor. In einem der beiden Fälle brachen sie die Wohnungstür der_des Betroffenen auf, weil diese_r zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht zu Hause war, in dem anderen kamen Kettenhemd und Schild zum Einsatz.
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Hausbesetzer*innen in London

Montag, 28. August 2017

Hier ein Beitrag von Vice zu einem Netzwerk von Hausbesetzer*innen, welche in der Londoner inneren Stadt Gebäude squatten. Dabei weisen insbesondere auch darauf hin, dass es zahlreiche, auch jugendliche, Obdachlose gibt. Die Besetzer*innen legen vor allem auch Wert darauf, nicht irgendwelche halb verfallenen Häuser anzueignen, sondern möglichst intakte.

Solidarität mit linksunten.indymedia !

zur „Tepprichfabrik“ (Berlin), einer Besetzung in Mannheim und dem „Für LⒶu-Haus“ (München)

Montag, 7. August 2017

Auf der zur kommerziellen „Aufwertung“ vorgesehenen Halbinsel Strahlau im Osten Berlins besteht seit Monaten eine Besetzung in der „alten Teppichfabrik“. Weil sich die Bewohner*innen dort rundum eingerichtet haben, schien es bisher für die Bullen schwer zu sein, einen Räumungsauftrag zu erhalten. Der Eigentümer ist dabei einer der reichten Männer der BRD und wird sicherlich nicht mit sich verhandeln lassen. Nachzulesen ist das hier: https://teppichfabrik.blackblogs.org/

https://linksunten.indymedia.org/de/node/220470 Protestiert wurde gegen die Gentrifizierung des Viertels, eher um Druck auf die Kommunalpolitik auszuüben und langfristig unkommerzielle Räume beispielsweise über das Mietshäuser-Syndikat zu schaffen.

Ein wiederum anders gelagerte Besetzungs-Aktion ist das „Für LⒶu-Haus“ in München. Es handelt sich um einen wandernden Umsonst-Laden, der schon einmal erschien und von der Staatsmacht geplündert wurde. Dennoch hat er nun sein erneutes Erscheinen an einem Tag X angekündigt.

Besetzungen sind in ihren ganz verschiedenen Ausprägungen also keineswegs aus der Mode gekommen.

Hier der Aufruf vom „Für LⒶu-Haus“:
von: http://fuerlauhaus.blogsport.eu/

Aufruf zum massenhaften Cornern anlässlich der Rückkehr des Für LⒶu Hauses am Tag X.
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12 symbolische Besetzungen in Solidarität mit dem Black Triangle und dem Wagenplatz Saalfelder Str. in Leipzig

Mittwoch, 2. August 2017

von: https://linksunten.indymedia.org/de/node/220109

Leipzig der 30.07.

Besetzt!

Wir haben in den frühen Morgenstunden des Sonntags 12 Gebäude in Leipzig für kurze Zeit besetzt. All diese Häuser und Hallen haben gemein, dass sie seit Jahren leer stehen und entweder saniert werden sollen oder weiterhin ungenutzt verfallen. Entgegen der Pläne von Spekulant*innen und Investor*innen, möglichst viel Kapital aus den Objekten zu schlagen und im Zweifelsfall Jahrzehnte zu warten, bis der stetig steigende Mietspiegel aufwändige Renovierungsarbeiten zulässt, haben wir uns diese Räume angeeignet. Da Besetzer*innen allerdings mit massiver Repression rechnen müssen, haben wir die Gebäude nach kurzer Zeit wieder verlassen. Mit diesem Akt der temporären Aneignung möchten wir auf die Entwicklungen auf dem Leipziger Wohnungsmarkt aufmerksam machen, vor allem aber zu einem alternativen Blickwinkel auf das räumungsgefährdete Black Triangle beitragen.
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Black Triangle (LE) akut räumungsbedroht

Donnerstag, 27. Juli 2017

von: https://btle.blackblogs.org/2017/07/25/1/

Squat offensichtlich kurz vor der Räumung
(vom 25.07.2017)

Seit über einem Jahr gibt es nun schon das Black Triangle. Anfang Juni 2016 besetzten wir das verfallene ehemalige Umspannwerk der Deutschen Bahn im Gleisdreieck an der Arno-Nitzsche-Straße 41f im Leipziger Süden. Seit dem ist einiges geschehen. Mit viel Schweiß und Mühe, aber stets den Traum vom selbstverwalteten Leben vor Augen, wurden wesentliche Gebäudeteile wieder Instand ge(be)setzt. Aus einer maroden Ruine mit undichtem Dach, für die sich ohnehin niemand seit beinahe drei Jahrzehnten interessierte, wurde günstiger Wohnraum weit weg von der Enge piefiger Mietverhältnisse und Reihenhausidylle mit Vorgarten geschaffen. Unser Haus diente dabei von Anfang an nicht nur als Obdach für uns Besetzer*innen, sondern sollte auch für all jene, welche sich an dem Projekt beteiligen wollen, den Raum zur freien Gestalltung ermöglichen. So entstand unter anderem ein Sportraum, ein Kino, Werkstätten, Veranstaltungsraum samt Bar für Konzerte, Vorlesungen, Workshops und Vorträge, eine Sauna und vieles mehr. Alles zur freien Nutzung ohne kommerziellen Hintergedanken. Wer Ideen hatte, der konnte sie hier im Kollektiv verwirklichen. Und dieses Angebot wurde angenommen, was eine ganze Reihe von gut besuchten Konzerten, Partys, Vorträgen und Lesungen, die regelmäßig stattfindenden VoKüs und die genannten (Aus)Baufortschritte zeigen.
Doch all das, was bereits geschaffen wurde und das, was es noch zu schaffen gilt, soll uns nun wieder genommen werden. (mehr …)

Gebäude der Fachhochschule Potsdam besetzt

Freitag, 14. Juli 2017

Wie die Überschrift schon aussagt: Eine Besetzung in Potsdam. Das Argument der Besetzer*innen, beim drohenden Abriss des Gebäudes würde „ein weiteres Stück DDR-Architektur“ abgerissen werden, teilen wir nicht. Von uns aus kann der ganze DDR-Scheiß dem Boden gleichgemacht werden – wie wir auch vieles vom heute bestehenden abreißen würden. Die Aufforderung das Ding „bitte stehen zu lassen“ finden wir ebenso fragwürdig. Aber sei’s drum: Solange nicht von Faschos bleibt Besetzung Besetzung und ein geöffneter Raum, der genutzt werden kann…

https://bittestehenlassen.noblogs.org/

von: https://linksunten.indymedia.org/de/node/218166
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„Unsere Villa“ in Kassel besetzt

Dienstag, 6. Juni 2017

Schon am 03.06. wurde in Kassel eine Villa besetzt. Die offensichtlich medial und organisatorisch sehr gut aufgestellte Aktion erzielte mit dem Eigentümer der Universität Verhandlungsbereitschaft und den Verzicht auf eine Anzeige. Es scheinen hier also gute Chancen zu bestehen tatsächlich langfristig ein soziales Zentrum zu erkämpfen.
Weitere Infos: https://villakassel.wordpress.com/

Pressemitteilung: Unsere Villa ist besetzt!
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